Nachtrag zum Frühling

Pünktlich zum fast schon Herbsterwachen, weil der Sommer so arge durchknallt, gab MOLDE sein neues Album zum Besten. Ganz privat und delikat. Samt Pinkelangriff auf das Feinkostbeet im Garten des lieben Herrn Leibelt.

Hier ein Bild dazu

molde

Achso, im Oktober soll es noch eine Tour geben. Also Franz kümmer dich ums Kombinat.

Ansonsten stöberte ich noch heute herum und bin auf dieses ausgefeilelte Machwerk gestossen: The Pyramid Tears Of Simba von ORPH

Eine Hommage angefüllt mit Klängen der Achtziger/Neunziger Synthipop-Wave-Bewegung durchgespült mit Tame Impala und dann nochmal sämtliche Strukturen zerbröselt und neu zusammengesetzt. Kommt schunkelbar melancholisch, zuweilen auch etwas abgewaschen daher. Mir hat´s gefallen. Basti wird es sicherlich auch. Sicherlich wird auch in den anderen Klangkombos viel Gutes dabei gewesen sein.

Damit gute Nacht und Czen Dobry

 

Kacke dampft im Winter

Nach langer Abstinenz unserer sprachlichen Mängel und zahlreichen Veränderungen, weil andere Stadt und weniger Zugang zu Franz, den goldschmiedigsten Gitarristen der Welt. Hab ich mir nun also vorgenommen weniger Ausgereiztes, sondern vielmehr Ungefiltertes hier Preis zu geben, weil es sich lohnt am Ball zu bleiben und somit das hinundher spielen des Selbigen erleichtert wird.

In diesem Jahr dreht Flennen wieder richtig durch, weil meines Wissens nach MOLDE, PIGEON und GO LAMBORGHINI GO ein neues Album veröffentlichen. Gespannt darf man sein.

Zu GO LAMBORGHINI GO findet man nichts adäquates im Internet drinne. Mal schauen, wie das ausgeht.

Ich meinerseits verabschiede micht für heute Abend aus dem Kanal.

Minitour “Klänge zum Wochenende”

Hej Leute,

wir freuen uns, bald eine kleine Tour mit Hannes Buder aus Berlin spielen zu können und viele neue Ideen auf die Bühne zu bringen. Wir hoffen ihr seid mit dabei.


/// 04.11., tba  /// Freiberg /// WG-Party*

/// 10.11., 20:00  /// Schwarzenberg /// Galerie Rademann**

/// 11.11., 20:00  /// Annaberg-Buchholz /// Neues Konsulat 

* Warm-up show ohne Hannes Buder,  ** Inklusive: Finisage von Bildhauerin Johanna Martin

Wir sind voller Vorfreude und Spannung für alle Inspirationen und Begegnungen. Bleibt behütet und lasst euch mal sehen!

Zeichnung2_klein

Der Atem Lebt Durch Uns

Das verblüffende am Atem ist, dass er nur durch uns existent wird.
Und unsere Existenz sich in der Existenz des Atems manifestiert.
Ohne das Leben gäbe es kein Atem und ohne Atem kein Leben.

Wie die Verwobenheit von Atem und Leben bis in die Unendlichkeit, sind auch Strom&Blech am Fäden spinnen. Das neuste Erschaffene gibt es hier zu belauschen.

Ihr fröhlichen Menschen des Planeten dürft auf jeden Fall gespannt sein, denn bald wird es wieder zahlreiche Klangfrisuren im Institut für Schönes Leben zu bewundern sein. In Bälde dürfte ganz offizielst der Kalenderplatz bekannt gegeben werden.

stadtluft

Herzenslaub

Keiner hat gesagt, dass es leicht wird
Wenn die Gedanken in den Augen versinken
Der Hauch des Strudels fragt nicht nach Verfassung und dem Abend danach
Vier Schritte in den aufgeweichten Ideen des Herbstes
Trag mich
Ich halte dich

Die Herzen sind Obdachlose des Gegenübers
Was immer du hören willst
Jedes meiner Worte durchschwingt den Äther
Keiner kann uns sagen was wir brauchen
Doch Einsamkeit ist es nicht

verbraucher

Regenbogen

Bäume fliegen vorbei
Tür auf Tür zu
Gescheitert am Erlebnisdruck unserer Generation

Ballast formt die Wirbel unseres Lebens
Der Traum von Freiheit zerbricht an der Lebendigkeit des Herzens
Wenn man stark wäre könnte man den Beziehungen entfliehen
Doch diese sind es die unser Leben füllen mit der Vielzahl an Farben
Durch sie wird aus einem grauen Band ein Teppich der Emotionen

Das Experiment strafte den letzen Optimisten
Der die kritischen Töne aus dem Geflecht überhören wollte
Reisen bedeutet Entdecken
Nicht nur andere Atmosphären
Sondern viel mehr die Facetten des eigenen Herzens
Nur schlaflose Nächte können diese völlig neu sortieren
Das Raster bleibt eng

 

schwerelosigkeitSchwerelosigkeit

Im Schatten der Eltern

Passiert ist es, als ich realisierte, dass die Welt nicht egozentrisch ist.
Wann genau das gewesen ist, fällt mir schwer zu diskretisieren.
Irgendwo auf der Reise zwischen Intimrasur und Komplexen Zahlen.
Nicht, dass das wichtig wäre, doch gerne hätte ich den Augenblick bewusster wahrgenommen.
Für alles was nun geschieht, greift die Gesellschaft in das Denken ein.
Die Rangfolge von Gut und Böse orientiert sich an der Frage zum Sonntag.

Wo sehe ich mich? Wo sehen wir uns?

Es zeigt sich, dass wir Freiheit brauchen.
Doch wie viel gestehen wir unseren Kindern, zwischen Beton und öffentlichem Nahverkehr zu?
Ist ein Wochenende mit Menschen in anderen Realitäten und verschwammigter Musik angenehm?

Leben wir für unsere Kinder; In Ihnen oder durch sie?

Der Mittelpunkt flüchtet sich ins Wir-Gefühl.
Versucht Schranken in den Regenbogen zu tunken.

Wann entwickelt sich Moral?
Durch uns oder zeigt sich die Wirklichkeit viel später?

Wenn sich etwas zeigt, dann ist es, dass Kinder unsere Religion sind.
Sie wecken unseren Geist und unsere Schranken.
Blicken viel tiefer in unser Herz, als die durch Wachstum getrübten Augen.

Ob es gelingt und ob wir dabei sind eine bessere Welt zu schaffen, wird sich zeigen.
Doch wir haben versucht so gut es ging zu leben.

Platte statt Vinyl

Vor kurzem flatterte eine Zeitung ins Haus, deren Cover mich an einen Abend in Poznan zurück erinnerte. Die Abbildung zeigt ein aus Pappe gefalteten Wohnblock, welcher in sämtlichen größeren Städten des ehemaligen Ostblocks stehen könnte. Die modularen Behausungen für die Arbeiterklasse stellen eine Epoche dar, in welcher Wohnraum in deratigen Kästen sehr beliebt war.

Auf einer Reise durch die wundervollen Städte Polens sind wir immer wieder solchen Gebilden begegnet. So auch in Poznan. Dort durften wir in einer wundervollen Kneipe ein Ehepaar kennenlernen, welche die Erhaltung des Plattenbaus in seiner ursprünglichen Form als Lebensaufgabe sehen. Die Gebäude sind Zeugen der Träume des vermeintlich funktionierenden Kommunismus. Deshalb gilt es diese in ihrer grauen Einfallslosigkeit zu bewahren und nicht den Versuch zu unternehmen ihnen mittels Lackfarbe einen atmosphärisch – vielfältigen Hauch zu verleihen.

Es  sind nicht wenige, die eine Faszination an der schroffen Betonwänden gefunden haben. Auf einem Blog mit dem Namen fuckyeahplattenbau, kann man die architektonischen Baukästensysteme der verschiedensten Städte bewundern. Auch das Ehepaar bietet Plattenbauten zum selbst falten an.

bau

Wer weiß, vielleicht seid ihr die nächsten, die ein Wohnblock der Vorwendezeit auf dem Fensterbrett brauchen.

Muzyka psychodeliczna w Alchemii

Cześć! Auch im ostwärtigen Nachbarland gibt es eine rege Instrumental/Stoner/Doom/Psychedelic-Szene. Eine nachhaltige Kostprobe war mir letzten Sonntag vergönnt. Drei kapellen aus hießigen Gefilden hatten sich angekündigt. Los gings mit rein instumentalen Post-Rock von Gurza Siltrip.

Band

Die Jungs zauberten feine Klangwände und waren sich auch für space-ige Ausflüge gen Milchstraße nicht zu schade. Ein Highlight waren für mich die Math-Rock Zwischenspiele des  Drummers. Nach der Vorstellen bin ich überzeugt, eine Band braucht nicht unbedingt mehr als B-G-D!

Weiter gings dann mit den Lokalhelden The Gentle Art of Cooking People. Nach anfänglichem Detune des Bassers, haben die sich hintenraus sehr gesteigert.

TGAOCP

Wieder komplett ohne Stimme, vermisse ich gar nichts bei der Wand, die mir entgegenschlägt. Tapping-Einlagen wechselns ich mit fiesen Fuzz-Druckwellen ab. Definitiv Heavy-Psych. Gefällt mir gut. Das Album ist sehr schlüssig entwickelt und macht Lust auf viel mehr. Die zwei Gitarren ergänzen sich prima und erzeugen einen Sound, der Parallelen zu Tides from Nebula oder Brontide weckt. Top.

Abschließend hat man sich noch die Headliner der Trójmiasto ins Haus geholt: SautruS.

Sautrus

Die Optik der Typen stimmt schonmal. Full-Stack und Paula. Der Sänger erinnert sehr an einen indianischen Ureinwohner. Dann gings auch schon los. Schon die ersten Riffs sind tonnenschwer und grooven ungemein. Hat mich sofort an Bands wie Samsara Blues Experiment oder Mars Red Sky erinnert. Die Stimme des Sängers setzt dann noche einen drauf. Kehlkopfgesang mit Delays. Klingt wie ein Beschwörungsritus der Cherokee. Er hat aber auch normale Vocals drauf. Ich bin überrascht. Die Meute feiert ihn. Sogar am Ende in der Zugabe (“Jeszcze! Jeszcze!”) geben die vier nochmal alles, und reißen beim Abschied fast die ganze Bühne ein. Ultimativ. Ich kann euch empfehlen, da mal einzuhören, alle Bands an dem Abend haben mich überzeugt. Gerne wieder!